88 Do we listen with different ears? Part 02

Teaser

Voyage of discovery into german-french music (in German only) - Part 02

Synopsis

(in German only)

Im letzten Jahr wurde diesseits und jenseits des Rheins 50 Jahre Elysée-Vertrag und damit 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft gefeiert. Wir haben uns gefragt, wie es denn um diese Freundschaft in der Musik bestellt ist? Verstehen wir uns? Haben wir uns etwas zu sagen? Oder gibt es vielmehr nationale Unterschiede in der Musik? Merkwürdigerweise wird oft noch mit alten Klischees argumentiert. Musik aus Deutschland gilt als schwer und verkopft, an französischen Werken wird hier-zulande das gut Gemachte gelobt, die écriture, das perfekte Handwerk, aber die Werke scheinen in deutschen Ohren oftmals leer zu klingen. Werden sie einfach nicht verstanden? Kann ihr Code nicht dechiffriert werden?

Woher dies alles kommt, soll in einer neuen Gesprächsreihe im Institut Français Berlin hinterfragt werden. Komponisten und Musikwissenschaftler, Programm-macher und Musikexperten werden sich über die beliebtesten Klischees, die fruchtbarsten Missverständnisse, die wichtigsten Gemeinsamkeiten unterhalten. Was war an dem Unterschied zwischen einem Cembalo und einem Clavichord so wichtig und welche Folgen hat das bis heute? Wie viel Französisches steckt in Wagner und wem gehört die elektroakustische Musik?
Die sogenannte Neue Musik ist im Wesentlichen ein Genre, das in Frankreich und Deutschland seine Wurzeln hat bzw. sich im Spannungsfeld deutsch-französischer Bezüge entwickelte. Die Gesprächsreihe wird die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Gegensätze dieser deutsch-französischen Musikgeschichte skizzieren. Es sollen aber auch Unterschiede der Ausbildung, des Musikbetriebes, der Ästhetiken aufgezeigt werden, die eine Übersetzungsarbeit unterschiedlicher Codes von dem einen in das andere Land notwendig erscheinen lässt.
Die Abende werden von dem Filmregisseur und Autor Uli Aumüller (inpetto filmproduktion) moderiert, der soeben ein Filmportrait von Mark Andre fertiggestellt hat. Musik- und Filmbeispiele werden den Abend mit gestalten, es spielt das Ensemble KMN Berlin.

Eine Veranstaltung des Institut Francais und von Impuls Neue Musik

Zwei Länder, zwei Musikkulturen. Aber welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es in den deutschen und französischen Musiklandschaften? Welche Bedeutung, welchen Stellenwert hat klassische und zeitgenössische Musik diesseits und jenseits des Rheins? Wird Musik hier und dort anders gehört, bedient die Musik verschiedene Bedürfnisse und Erwartungen? Welches Repertoire kommt zur Aufführung, welche Ausbildungs- und Fördereinrichtungen gibt es? Und welche Neuerungen und Traditionen der Nachbarn wurden im eigenen Land übernommen, welche ignoriert?
Uli Aumüller gibt in seiner zweiteiligen Hörfunk-Sendung einen Überblick über die Ergebnisse eines rund 20-stündigen prominent besetzten Symposiums.

Manuskript
Pressemitteilung
Abschrift der Redebeiträge

Mit Brice Pauset, Komponist, Iris ter Schiphorst, Komponistin, Herbert Schneider, Musikhistoriker, Ulrich Mosch, Musikhistoriker, Mathieu Schneider, Musikhistoriker, Christian Zanesi, Ina GRM, Detlef Heusinger, Experimentalstudio des SWR, Martin Zenck, WDR, Mark Andre, Komponist, Manos Tsangaris, Komponist, Martin Kaltenecker, Musikschriftsteller, Jean-Luc Hervé, Komponsit, Heiner Goebbels, Komponist, Eric Denut, Musikbeauftragter beim französischen Kulturministerium, Jörg Mainka, Hochschule für Musik Hanns Eisler, Henry Fourès, Komponist, Wolfgang Rihm, Hochschule für Musik, Karlsruhe, Pascal Dusapin, Komponist

ENGLISH VERSION

Last year, 50 years of the Elysée Treaty and thus 50 years of Franco-German friendship were celebrated on both sides of the Rhine. We asked ourselves, how is this friendship in music? Do we understand each other? Do we have something to say to each other? Or are there rather national differences in music? Strangely enough, people often still argue with old clichés. Music from Germany is considered heavy and cerebral, French works are praised here in Germany for what is well done, the écriture, the perfect craftsmanship, but the works often seem to sound empty to German ears. Are they simply not understood? Can their code not be deciphered?

Where all this comes from will be questioned in a new series of talks at the Institut Français Berlin. Composers and musicologists, programme-makers and music experts will talk about the most popular clichés, the most fruitful misunderstandings, the most important similarities. What was so important about the difference between a harpsichord and a clavichord, and what consequences does this still have today? How much French is there in Wagner and to whom does electroacoustic music belong?
So-called New Music is essentially a genre that has its roots in France and Germany or developed in the field of tension between German and French references. The series of talks will outline the most important similarities and contrasts of this Franco-German musical history. But it will also highlight differences in education, musical practices and aesthetics that make it necessary to translate different codes from one country to the other.
The evenings will be moderated by film director and author Uli Aumüller (inpetto filmproduktion), who has just completed a film portrait of Mark Andre. Music and film samples will help shape the evening, and the ensemble KMN Berlin will play.

An event of the Institut Francais and Impuls Neue Musik

Two countries, two musical cultures. But what are the similarities and differences between the German and French musical landscapes? What is the significance and importance of classical and contemporary music on both sides of the Rhine? Is music heard differently here and there, does music serve different needs and expectations? What repertoire is performed, what educational and promotional institutions exist? And which innovations and traditions of the neighbours have been adopted at home, which have been ignored?
In his two-part radio programme, Uli Aumüller gives an overview of the results of an approximately 20-hour symposium with prominent participants.

Manuskript
Pressemitteilung
Abschrift der Redebeiträge

With Brice Pauset, composer, Iris ter Schiphorst, composer, Herbert Schneider, music historian, Ulrich Mosch, music historian, Mathieu Schneider, music historian, Christian Zanesi, Ina GRM, Detlef Heusinger, Experimental Studio of SWR, Martin Zenck, WDR, Mark Andre, composer, Manos Tsangaris, composer, Martin Kaltenecker, music writer, Jean-Luc Hervé, composer, Heiner Goebbels, composer, Eric Denut, music commissioner at the French Ministry of Culture, Jörg Mainka, Hanns Eisler Academy of Music, Henry Fourès, composer, Wolfgang Rihm, Karlsruhe Academy of Music, Pascal Dusapin, composer

Cast & Crew

Director
Uli Aumüller (Text)