84 Musik & Natur 05

Teaser

Essay zum Verhältnis von Musik und Natur - Musik in der Natur und Natur in der Musik - in 5 Teilen

Synopsis

Adoratio Naturae

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern – aber es sind, um präzise zu sein, immer weniger Spatzen. Wir hören ihr Lied, wir verstehen genau, was sie uns zu sagen haben – und wir wissen genau, was wir zu tun hätten. Aber was in uns geschieht, nennt man kognitive Dissonanz – und die hat nichts damit zu tun, dass die Spatzen womöglich in einer falschen Tonart singen. Kognitive Dissonanz meint, dass wir uns weigern, etwas wahrzunehmen, was sich direkt vor unseren Augen abspielt, es ist jeden Tag zu hören und es ist zum Greifen nahe. Wir sehen es, aber wir wollen einfach nicht hinschauen. Die Rede ist von der Natur. Sie ist das Herrlichste, was wir haben. Es gelingt uns zwar zurzeit, sie nach Kräften zu zerstören, aber die Gewissheit bleibt, dass sie uns überleben wird. In der Geschichte der Natur ist und bleibt der Mensch im besten Falle eine kleine Fußnote – alles was Odem hat, lobe und preise die Natur, die Vielfalt ihre Farben und Formen, die sie hervorgebracht hat. Die adoratio naturae, die Lobpreisung der Natur ist das Thema diese fünften und letzten Musikstunde.

Manuskript

Kritik Süddeutsche Zeitung

Diese Produktion kann als CD zum Preis von 12,80 € bei der inpetto filmproduktion bestellt werden. Bitte schreiben Sie eine mail an: bestellungen@inpetto-filmproduktion.de

Statement Regisseur

Fünf Arten die Natur zu beschreiben

5 Musikstunden von Uli Aumüller

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern – aber es sind, um präzise zu sein, immer weniger Spatzen. Wir hören ihr Lied, wir verstehen genau, was sie uns zu sagen haben – und wir wissen genau, was wir zu tun hätten. Aber was in uns geschieht, nennt man kognitive Dissonanz – und die hat nichts damit zu tun, dass die Spatzen womöglich in einer falschen Tonart singen. Kognitive Dissonanz meint, dass wir uns weigern, etwas wahrzunehmen, was sich direkt vor unseren Augen abspielt, es ist jeden Tag zu hören und es ist zum Greifen nahe. Wir sehen es, aber wir wollen einfach nicht hinschauen. Die Rede ist von der Natur, mit der wir nicht im Einklang leben.
Aber was hat genau Musik mit Natur zu tun? Welche Verbindungen der Musik zur Natur sind möglich? Die SWR2 Musikstunden dieser Woche ergründen fünf verschiedene Aspekte. Natura Naturata: die Nachahmung der geschaffenen Natur, ihrer klanglichen Oberfläche - Natura Naturans: die Nachahmung der inneren gestaltenden Prozesse der Natur, ihrer oft mathematischen Wirkungsprinzipien - De Natura Sonoris: die Untersuchung der Eigenschaften einzelner Klänge und welche ästhetischen Gesetze sich daraus ableiten lassen - De Natura Auris: Hier geht es um die Frage nach unserer Wahrnehmung, was wir hören, was wir herausfiltern, wie wir das Gehörte verarbeiten - und zuletzt die Adoratio Naturae, die Anbetung der Natur, also Musik zum Beispiel, die den Regen beschwört, die Fruchtbarkeit, die Erhabenheit des Kosmos - oder auch einfach nur verspricht, im "Einklang mit der Natur" zu tönen.

Cast & Crew

Regie
Uli Aumüller (Text Sprecher)
Redakteur
Bettina Winkler