»Für den Musikausdruck eignet sich ... nur das ganz objektlose Innere, die abstrakte Subjektivität als solche. Diese ist unser ganz leeres Ich, das Selbst ohne weiteren Inhalt« – schrieb Hegel vor rund 200 Jahren. In der letzten Folge ihrer Sendereihe über Philosophie und Neue Musik untersuchen Uli Aumüller und Peter Moormann den Subjektbegriff, der im zeitgenössischen Musikbetrieb vorausgesetzt wird. Erstaunlicher Weise kommen sie zu dem Schluss, dass trotz Internet und digitaler Welten die Subjektivität der Musikproduzenten, vor allem aber der Musikrezipienten sich seit Hegel und Georg Büchner nur geringfügig verändert hat: ein Selbst ohne weiteren Inhalt. Der Musik fällt nach dieser Analyse vor allem die Funktion der Tröstung zu.

Was wollen die Séries Sonores? Deutschlandfunk 2006
SZ

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