Die Enkeltochter fragt ihre hochbetagte Großmutter, welche ihre Lieblingsmusik sei. Erst in ihrem Nachlass findet sie zahlreiche Notizen, die sich die Großmutter zur Beantwortung dieser Frage gemacht hat – rund um eine Komposition der Hamburgerin Iris ter Schiphorst – und beschließt, sie zu einem Radioessay umzuarbeiten.
Faszinierend an diesen Tagebucheinträgen ist vor allem die Sprechweise – das Wechselspiel zwischen blitzgescheiten, erfahrungsvoll aufleuchtenden Gedanken, die dann mit dem nächsten Atem wieder in sich zusammensinken können, eine manchmal herrische Borstigkeit, schwärzeste Übellaune, die in zärtlichste, mädchenhafte Töne umschwenken kann - und dann natürlich: Die Großmutter hatte keinen Grund mehr, noch auf irgendwen Rücksicht zu nehmen, was sie sagt, sagt sie, wie ihr der Schnabel gewachsen ist.

Bearbeitet von Uli Aumüller
Gesprochen von Katharina Matz
Redaktion: Lydia Jeschke
Eine Produktion des SWR 2014

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gestaltung: berndt & fischer, berlin | foto: aumüller CD bestellen 12.80 €
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